"ÖSTRAN"
29.04. 2007
Ein virtuoser Solist in Jean Sibelius Violinkonzert
Mit Nordischem Ton eröffnete Kalmar Musik Gesellschaft seine Frühlingskonzerte am Sonntagabend. Ein klares Abendlicht fiel durch die westlichen Fenster, als das Orchester das Konzert mit einem den berühmtesten Werken Edvard Griegs begann.....
Blendende Geschicklichkeit
Gastsolist heute Abend war Maximilian Bratt, mit dem das Kalmar Publikum Bekanntschaft vor ein Paar Jahre stiftete.
Er trat dann als darstellender Doppel-Solist auf sowohl am Klavier als auf der Violine. Eine gute Beziehung ist etabliert worden und letztes Jahr kam die Idee weiter zusammen zu arbeiten.
Jean Sibelius Violinkonzert in d-Moll erfordert einen virtuosen Solist. Maximilian Bratt zeigte eine blendende technische Geschicklichkeit, wie z.B. in den schnellen Wendungen des dritten Satzes aber er behielte gleichzeitig die Empfindlichkeit für die Nuancen im Spiel.
Hier war starke Intensität und Zielbewusstheit. Es war großartig dramatisch, und mit guter Balance zwischen Orchester und Solist durchgeführt.
Lena Svensson
"DER NEUE MERKER"
M u s i k und Z e i t - 18.3. in der Wiener Gesellschaft für Musiktheater
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Ist es nicht so, dass diese zu fließen aufhört, solange jene erklingt? (Karl Leitgeb)
Ein Konzert der besonderen Art und in hervorragender Güte erklang am 18.3.2006 im Saal der Gesellschaft für Musiktheater, 1090 Wien, Türkensraße 19. Als Duo waren zu hören Maximilian BRATT, der zweifache Solist aus Schweden, diesmal als Violinist, und Teodora MITEVA, gebürtige Bulgarin und mehrfache Preisträgerin, am Violoncello. - Überragendes Können, Einfühlungsvermögen mit Blickkontakten, Emotionen und immenser Technik ließen die Werke zu berührenden Gesängen, faszinierender Dramatik und überwältigender Schönheit im Klang werden.
Tomaso Antonio Vitalis (1663-1745) "Sonaten d-Dur op 4/3 und c-Dur op.4/8" eröffneten den Abend sehr eindrucksvoll. Mit Freude am Spaß waren von Charles Dancla (1817-1907) die Themen über Carl Maria von Webers "Freischütz" zu hören. Béla Bartoks sehr berührende 7 "Ungarischen Volksmelodien" begeisterten.
Georg Friedrich Händels "Passacaglia" aus der Suite VII/ Nr.6 für Cembalo (in der Zwei-Instrumente-Version von Johan Halvorsen) wurde in seiner klassischen Schönheit und treffenden Bearbeitung zum überragenden Erlebnis. Den Abschluss bildete das "Duo op.7" von Zoltán Kodály , das mit immenser Exaktheit und schönen kurzen Soli der Instrumente so vorbildlich gespielt wurde, dass 2 Zugaben (Vitali: "Thema mit Variationen" op.4 nr.12 und "Der Schwan" von Saint Saëns) nötig waren, den begeisternden Dank der Musikfreunde zu erwidern. Auf baldiges Wiederhören freut sich der Rezensent.
Helmut Batliner
Maximilian BRATT -Konzerte in Südschweden Nov.2004-Mai 2005
In seiner schwedischen Heimat hat der zweifache Solist Maximilian BRATT (Violine und Klavier) in den folgenden Städten Skara, Falun, Järfälla, Höganäs, Halmstad, Kalmar, Växjö, Mariestad, Falköping, Katrineholm, Uddevalla, Trelleborg, Malmö, Lund und Christianstad Konzerte mit großartigen Erfolgen gegeben. Die Musikfreunde waren so begeistert von seinem Können an der Violine und am Klavier, dass sie dem Künstler mit „standing ovations" dankten. Wolfgang Amadeus Mozart machte mit seinem Violinkonzert KV 216 den Anfang, und nach der Pause am 20.November 2004 erklang nun sein Klavierkonzert KV 467, das die Musikfreunde wieder von ihren Sesseln riß. Der Solist dankte für das große Verständnis mit dem Impromptu op.90/Nr 3 in ges-Dur von Franz Schubert.
Von Mozart erklang noch das Klavierkonzert KV 488; die folgenden Werke an beiden Instrumenten bereicherten die Programme: Henri Wieniawski Violinkonzert Nr.2 d-Moll op.22, Frederic Chopin Klavierkonzert Nr.2 f-Moll op.21, Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr.5 es-Dur op.73 und Pablo de Sarasate „Carmen-Fantasie" op.25.
Maximilian Bratts Abschlussprüfung für zwei Instrumente an der Musikhochschule von London, die mit höchsten Ehren belohnt wurde und seine unermüdliche Weiterbildung, was Repertoire und Technik betraf, fanden nicht nur in Wien bei vielen Konzerten (Beethoven-Gedenkstätte, Gesellschaft für Musiktheater und Internationale Chopin-Gesellschaft), sondern auch in Portugal, Spanien, Russland und der Schweiz größte Anerkennung.
Lennart Wikström, der Konzertberichterstatter der Regionalzeitung vom 16.4.2005 „ Bohusläningen", sei wörtlich zitiert: „Glanzvolles Konzert mit zweifachem Solisten der Meisterklasse".
Er schreibt: Das Einfühlen in der Begegnung mit dieser Musik vertiefte das Musikerleben in der „Pfingstkirche" von Uddevalla ganz besonders und kann als eines der besten Arrangements zwischen dem Collegium Musicum und dem Kammerorchester bezeichnet werden.
Der Gastsolist Maximilian Bratt, aus Wien kommend, zeigte auf zwei Instrumenten seine immense Begabung. Henri Wieniawski, polnischer Komponist und selbst großartiger Solist auf der Geige, schuf mit seinem Violinkonzert ein mitreißend schönes Werk. Mit nahezu singender Lyrik und hochtechnischer Brillianz begeisterte der 1.Satz; Die nachfolgende und stimmungsgeladene Romanze steigerte sich bis zu leidenschaftlichem Empfinden, das sehr beeindruckend war. Ein zigeunerhaft-virtuoses Allegro ließ Bratts Geige „glühen", die er damit auch durch Doppelgriffe und Sprünge bis zum Finale fast unermüdlich weiterglühen ließ. Die Tiefe der Emotionen und die Rasanz der Technik ließen aufhorchen. - Und nun.... und das gibt es sicher nicht oft, setzte sich der Solist an den Flügel und spielte eines der wunderbarsten Tongedichte von Frederic Chopin, sein 2.Klavierkonzert. Man hört und spürt es, wie sehr Maximilian Bratt „seinen Chopin" liebt. „Ich empfinde es einfach als Meisterklasse", meint Lennart Wikström und spricht damit den vielen Musikfreunden dieses Konzertes aus dem Herzen. Sie dankten dem Solisten mit stehender Ovation, die sich nach den beiden Zugaben (Tarantella op.43 und Nocturne op.62/2) noch vervielfachte. Musik ist und bleibt die schönste und verständlichste Sprache der Welt !
Helmut Batliner
Maximilian BRATT, der zweifache Solist, diesmal als „klingender Maler am Klavier". Von Chopin ist bekannt, dass er sich schon als Kind von heimatlichen Geschichten begeistern ließ und sie für sich am Klavier „nacherzählte". Der in jeder Beziehung „große Chopin" schuf 4 Balladen (op.23, 38, 47 und 52; siehe auch „Merker" Nr.170, Seite 18)), die als Meisterwerke der „Klavierdichtungen" gelten. Mit offenem Herzen und großem Mitempfinden ließ der Pianist feinste Nuancen, aber auch atemberaubende Läufe oder Doppelgriffe hören, formte Freude und Schwermut und „malte die Bilder der Vergangenheit" in leuchtenden Farben. Die Emotionen waren auch beim begeisterten Publikum groß, wie der Beifalls-Dank hören ließ.
Noch markanter „malte" der Künstler die „Bildern einer Ausstellung" von Modest Mussorgski. Neues in Naturalismus wuchs im Laufe der Zeit in diesem Werk zu grenzenloser Faszination, denn die Aquarelle und Zeichnungen eines mit dem Komponisten befreundeten Architekten regten zu 10 klingenden Bildern an, die klanglich auch per „Promenade" verbunden sind. Maximilian Bratt verstand es, auf jedes dieser Gemälde, wie „Gnomus, (der herumstolpernde Zwerg), „Das alte Schloss", „Kinderspiel auf den Tuilerien", „Bydlo" (polternder Karren), die pittoreske Szene der „ausgeschlüpften Kücken", drastisch „Samuel Goldenberg und Schmuyle", die keifenden Frauen am „Marktplatz von Limoges" , „Katakomben" schwer und lautstark, unheimlich „Con mortuis in lingua mortua", barbarischer Hexenritt „Die Hütte der Baba Jaga" und die Zeichnung mit einem pompösen Stadttor „Das große Tor von Kiew" genauestens mit allen klingenden Symbolen einzugehen, ein riesiges, teils unterhaltsames, teils unheimliches Klangbild zu schaffen und seiner Technik alles Können abzuverlangen. Wir waren von ihm als nachschaffender „Maler am Klavier" gefesselt. Nach vielen Beifallsstürmen erklang sein Dank: Liszts emotionale „Consolation" (Tröstung) Nr.5 und Skrjabins virtuose Etüde op.4. H.B.
Konzert Maximilian Bratt (Violine) und Alba Ventura (Klavier) am 17./20.12. in Wien
Maximilian BRATT (Violine) und Alba VENTURA (Klavier) spielten am 17.12.in der "Gesellschaft für Musiktheater" und am 20.12. in der "Beethoven-Gedenkstätte je einen fulminanten Kammermusikabend. Als gut eingespieltes Duo gelangen ihnen zwei Abende mit wunderbar einheitlichem Zusammenklang, in der die Sonate op. 30 Nr. 3 in g-Dur von Ludwig van Beethoven mit ihren zarten und auch derben Klängen des 1.Satzes schon einen großen Eindruck vom Können der beiden Künstler gab. Aber der Folgesatz, das lyrische "Minuetto" (eher ein Andante), beschert im wahrsten Sinne des Wortes erhebende Gefühle des Verständnisses und der Schönheit im wechselnden "Gesang". Mit großem Schwung im Allegro vivace endet dieses zauberhafte Werk. - "Poem" von Ernest Chausson (1855-1899), Turgenjews Novelle "Die erste Liebe" nachempfunden, zeichnet sehr feinnervig alle nur möglichen Höhen und Tiefen dieser oft sehr beschwerlichen Zeit nach. -
Die junge Pianistin aus Barcelona spielte nun Klavier solo "Triana" (aus der Suite "Iberia") von Isaac Albéniz (1860-1909). Tanzartig und mit harten Schritten, in schwierigen Rhythmen, erklang ein faszinierendes Bild der Leidenschaft. - Die Suite "Populaire espagnol" von Manuel de Falla (1876-1946) bot in ihren 6 Sätzen voller technischer Anforderungen herrliche Gesanglichkeit, Melancholie, Volksliedhaftes, langes Singen bei gehämmertem Untergrund, melodische Weite und flotte Rhythmik. Die beiden Musiker waren in ihrem Element! - Mit der Sonate op.100 in a-Dur von Johannes Brahms endete jedes der beiden Konzerte. Dieses Werk ist ein Sinnbild ruhevollen Glückes, die Instrumente dürfen die Schönheit der Weite singen und lassen Zufriedenheit erklingen. Beide Künstler strömten und schwärmten mit, ließen ihre Emotionen einfließen in diese positive Melodik, sodass ein wahrer Beifallssturm als berechtigter Dank losbrach, den sie mit einem Rondino über ein Beethoven-Thema und einem spanischen Tanz von Granados, beides Bearbeitungen von Kreissler, wirkungsvoll bedankten. Helmut Batliner
"KATRINEHOLMS KURIREN"
Ein brillanter Violinsolist
Im Konzert am Samstag in Tallåsaulan, mit dem Symphonieorchester der Musikgesellschaft, unter der Leitung von Ingemar Berg und mit Maximilian Bratt als Solist, spielte man Werke von Franz Berwald, Sven-David Sandström und Henri Wieniawski.
Der letzte Programmpunkt des Abends war der Höhepunkt, Wieniawskis 2. Violinkonzert. Es war ein absolutes Erlebnis Maximilian Bratt als Violinsolisten zu hören. Trotz seines jugendlichen Alters, Er bot ein meisterhaftes Spiel. Eine auffallende Tonbildung, eine Wohlentwickelte Technik die der Ausführung eine unerhörte Sicherheit gab. Seine Können und seine Interpretation überzeugten. Eine sichere Intonation mit Tragfähigkeit in den langen Melodielinien und glänzenden Doppelgriffen. Die Autorität in seinem Spiel, das hypnotische in einigen Partien, ergaben in seiner Gesamtheit eine brillante Ausführung dieses Werkes.
.... Ein guter Dialog zwischen Bratschen und Solist im 2. Satz. Im schnellen abschließenden Satz blieb das Orchester zurück was den Solist nicht merkbar beeinfließte. Eine imponierende Aufführung vom Wieniawski Konzert, was den Beifall des Publikums auch erwies.